YWPAA 2016

Preisverleihung YWPAA 2016

Young Women in Public Affairs Award 2016

 

Hanau, den 01.06.2016

Der ZONTA Club Hanau verleiht den  diesjährigen Young Women in Public Affairs Award (YWPAA) an die Preisträgerinnen (möchte aus Datenschutzgründen nicht genannt werden)  und Jana Zimmermann.

 Seit nunmehr neun Jahren schreibt der ZONTA Club Hanau diesen internationalen Preis aus. Ziel ist es, den Einsatz von Schülerinnen anzuerkennen, die sich über den eigentlichen Schulbereich hinaus in besonderem Maße für ehrenamtliche Aufgaben im sozialen, kulturellen oder politischen Umfeld engagieren. Darüber hinaus sollen insgesamt junge Frauen ermutigt werden, sich am öffentlichen Leben zu beteiligen und ihre Leistungen in der Öffentlichkeit zu präsentieren .

Nicht zuletzt beruht der Erfolg dieser Schülerinnen auf der Unterstützung durch die Schulen und auf der Ermutigung durch Lehrer und Schulleiter. So konnte die Präsidentin des ZONTA Clubs Hanau , Tamara Kpebane, einige Vertreter aus diesem Kreis begrüßen , u.a.  Frau Zentgraf von der Otto-Hahn-Schule, Frau Hartmann vom Grimmelshausen Gymnasium Gelnhausen, Frau Schätzke von der Hohen Landesschule und Herrn Schnabel von der Karl-Rehbein-Schule, der als stellvertretender Schulleiter Grußworte übermittelte und die Gäste in dem Mensa-Raum der Karl-Rehbein-Schule willkommen hieß.

Darüber hinaus konnten die Bürgermeisterin der Stadt Maintal, Frau Böttcher,  ebenso begrüßt werden wie die Frauenbeauftragte der Stadt Hanau, Frau Kühn-Bousonville und Probst Böttner , ebenso die Präsidentin und Vertreterinnen der anderen Hanauer Service Clubs Inner Wheel und Ladies Circle.

In diesem Kreis konnten sich sowohl die Preisträgerinnen als auch die anderen Wettbewerbsteilnehmerinnen hoch geschätzt fühlen.

Die Präsidentin des ZONTA Clubs  Hanau stellte zunächst in Frage, inwieweit  derartige Förderpreise für Frauen sinnvoll sein könnten. Sie verwies auf unterschiedliche wissenschaftliche Studien der Universitäten Tübingen, Innsbruck, Bielefeld und der Columbia Business-School, die folgende kritische Thesen vertraten:

Frauen verdienen schlechter und sind in Chefetagen die Minderheit. Daran sind sie leider selbst schuld.

-Frauen lieben weniger als Männer den beruflichen Wettkampf.
-Frauen unterschätzen regelmäßig ihre Leistung.
-Frauen lassen sich von Vorurteilen stark beeinflussen.
-Sie haben finanziell geringere Gehaltsansprüche als ihre männlichen Kollegen.
-Sie meiden Jobs mit starkem Konkurrenzdenken.
-Sie drängen zu wenig auf Beförderungen.

 Und gerade deshalb, so Frau Kpebane, muss die Förderung und Anerkennung  durch den YWPAA schon bei den Schülerinnen ansetzen:

 „Er soll diese wunderbaren, engagierten und ambitionierten jungen Damen darin bestärken, ihren bereits begonnenen Weg konsequent weiterzugehen und Vorbild zu sein, für andere Frauen, sich mutig in das Haifischbecken der Arbeitswelt und der Gesellschaft zu stürzen“ .

 Deshalb möchte der Zonta Club Hanau auch das Engagement derjenigen Bewerberinnen anerkennen, bei denen es leider nicht für den ersten Preis gereicht hat. Alle jedoch haben sich durch besonderen Einsatz in der Schülervertretung, im Sanitätsdienst, im Förderunterricht, dem Flüchtlingsdienst, in den verschiedensten gemeinnützigen Stiftungen , in Sportvereinen und auf vielen anderen Gebieten im Sinne des YWPAA hervorgetan. Zu nennen sind dabei vor allem

 Pia Dieling – Grimmelshausen Gymnasium Gelnhausen

Carlotta Ille- Franziskanergymnasium Kreuzburg

Anna-Loreen Mondorf  - Grimmelshausen Gymnasium Gelnhausen

Clara Mißbach- Hohe Landesschule

Hannah Massal - Grimmelshausen Gymnasium Gelnhausen

Ezgin Altun - Otto-Hahn-Schule

 Alle erhielten als Anerkennung die ZONTA Rose, die die Schülerinnen auf ihrem weiteren Weg begleiten soll.

 Aus besonderem Anlass gibt es in diesem Jahr auch einen zweiten Preis in Höhe von  250,- , der an Jana Zimmermann geht:

 Jana Zimmermann – Franziskanergymnasium Kreuzburg-  engagiert im  Schulsanitätsdienst, als Schülerpatin, in schulischer Flüchtlingshilfe, unterstützt das Brasilienprojekt ihrer Schule, arbeitet in der kirchlichen Ferienbetreuung und im  Comenius Projekt.

 

Zum Abschluss der Ehrungen und gleichzeitig als Höhepunkt der Preisverleihung  die 1. Preisträgerin des diesjährigen YOUNG WOMAN in PUBLIC AFFAIRS AWARD 2016 :

Die Preisträgeirn (möchte aus Datenschutzgründen nicht genannt werden) ist vom Grimmelshausen Gymnasium Gelnhausen. Sie erhält ein Preisgeld in Höhe von 500,- €.

Ihre Tätigkeiten sind so umfangreich, daß ihr Engagement außerhalb der Schule wirklich zu bewundern ist:

 Klassen- und Kurssprecherin seit der Unterstufe, Mitarbeit im schulinternen Kaffeehaus Team, Mentorin und Koordination zwischen Mentoren und SV , führend in der AG Amnesty Int., Planung "Anti Rassismus Projekt,

Greenpeace, Grüne Jugend, sehr starkes Engagement in der Gemeinde Gründau  bei der Betreuung von Asylbewerbern - Erstaufnahme, Deutschkurse und Organisation von verschiedenen Projekten.

Sie stellte sich, ihre Tätigkeiten und ihre Pläne und Ziele  in einem Vortrag selbst vor. Bleibenden Eindruck hinterließ vor allem ein besonderer Satz aus ihrem Bewerbungsschreiben:

"Ich bin der Auffassung, dass internationales Verständnis auf mehreren Ebenen geschieht: durch zwischenmenschliche Beziehungen, durch das Begreifen von geschichtlichen und politischen Zusammenhängen und durch aktive Teilnahme am kulturellen Leben anderer Länder und Religionen."

Damit erhielt sie die Zustimmung aller Gäste und Zuhörer.

 Als besondere Anerkennung darf unsere diesjährige  Preisträgerin nach Nizza reisen , wo sie am 2. Juli am internationalen Alumnae-Treffen des ZONTA YWPAA teilnehmen wird.

 In Gesprächen zwischen den Gästen und den geehrten Schülerinnen gab es im Anschluss Gelegenheit zu weiterem Gedankenaustausch.

 Und in Fortführung des Themas und zur Abrundung dieses Abends hielt Frau Dr. Andrea Hohmeyer, Leiterin des Evonik-Konzernarchivs , einen wissenschaftlichen Vortrag zur Entwicklung der Frauenrechte und Frauen- Chancen am Beispiel der Firma Degussa seit Ende des 19. Jahrhunderts. Sie zeigte an überzeugenden Beispielen auf, wie weit der Weg der Frauen aus der Abhängigkeit heraus in die Gleichberechtigung  war.